| 1662 |
Corbinan Neimair (?) – Der erste namentlich bekannte Lehrer war Mesner und Lehrer und unterrichtete auch in Eichenkofen und in Langengeisling. Das „Bergmesnerhaus“ mit einer kleinen Landwirtschaft war vermutlich auch das erste Schulhaus in Eitting. |
| 1695 |
Magister Pronner – Pfarrer Aigner bedachte ihn in seinem Testament mit gebrauchter Kleidung. Er stellte an das Freisinger Domkapitel den Antrag für einen Schulhausbau. |
| 1713 |
wurde dieser auch genehmigt. |
| 1719 |
Magister Anton Krometsvogel |
| 1802 |
Am 23. Dezember 1802 wurde in Bayern die allgemeine Schulpflicht ein-geführt. Damals war Johann Baptist Bauer Lehrer in Eitting. Die Pfarr-gemeinde Eitting war nun gezwungen, ein neues Schulhaus zu bauen. Pfarrer Schallamayr bot einen „Grasgarten“ des Pfarrgrundes als Platz für die neue Schule an. |
| 1805 |
So entstand das erste Schulhaus auf dem heutigen Schulgrundstück. Es bestand aus einem Schulzimmer, einer Lehrerwohnung mit zwei beheiz-baren Zimmern, einer Kammer, der Küche, dem Keller, dem Dachboden und einem kleinen Kuhstall. |
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Sieben Jahrzehnte wurden in diesem Haus die Eittinger Kinder in drei Klassen unterrichtet: Erste Klasse Sechs- bis Achtjährige, Zweite Klasse Acht- bis Zehnjährige, Dritte Klasse Zehn- bis Dreizehnjährige. Es war immer nur ein Lehrer da. |
| 1854 |
Lehrer Josef Wammersdorfer – er musste sich, wie seine Nachfolger, mit der Gemeinde wegen der von ihm genützten Gründe im „Schulmoos“ auseinandersetzen.
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| 1873 |
bis1899 Lehrer Heinrich Ketterer |
| 1874 |
Ein Schulhausumbau mit zwei Unterrichtsräumen, einer Gehilfenwohnung und einem Abortanbau wurde mit einem Kostenvoranschlag von 7.000 Gulden von der Regierung genehmigt. |
| 1875 |
Im September konnte der Unterricht im Umbau begonnen werden. Die End-kosten betrugen 10.000 Mark, da die Währungsreform stattgefunden hatte. |
| 1876 |
Ein Hilfslehrer wurde für die 155 Kinder der sieben Jahrgangsstufen nötig. Der Lehrer betreute die „große“, der Hilfslehrer die „kleine Schule“. Häufig war der Lehrer auch Organist, Kantor, Dirigent, Gemeindeschreiber und Schriftführer für die Eittinger Vereine.
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| 1899 |
bis 1906 Lehrer Johann Randler |
| 1906 |
bis 1909 Lehrer Josef Niggl |
| 1909 |
bis 1930 Lehrer Georg Boesmiller |
| 1913 |
Nach schwierigen Verhandlungen mit dem Bezirksamt Erding wurde die alte Schule erweitert. Im Anbau an der Nordseite waren nun die Kanzlei und Wohnräume. Im Obergeschoss entstand zusätzlicher Platz für die Schule. Ohne Einrichtung kostete die Baumaßnahme 21.000 Mark. Dieses Gebäude tat seinen Dienst bis nach dem Zweiten Weltkrieg. |
| 1914 |
Hilfslehrer Baurild wurde im Ersten Weltkrieg eingezogen. |
| 1915 |
Eine weibliche Kriegsaushilfe kam. Sie war wohl die erste Frau an der Eittinger Schule. |
| 1919 |
Mit der Errichtung von Schulpflegschaften wurde die Mitsprache der Eltern-vertreter gesetzlich festgelegt. |
| 1928 |
Neben dem Hilfslehrer wurde nun eine Handarbeitslehrerin eingestellt. Die Näherin Maria Decker, Hilfsarbeiterfrau in Eitting. |
1930 bis 1961 |
Lehrer Michael Ernst – während des Zweiten Weltkrieges war die Situation an der Schule sehr schwierig. Die Hilfslehrer wurden immer wieder eingezogen. |
| 1940 |
Die Schule wurde auf Grund der Schülerzahlen offiziell dreiteilig. Die Stelle konnte jedoch nicht besetzt werden. |
| 1944 |
Viele evakuierte Münchener Kinder und Kinder aus dem Rheinland mussten betreut werden. Nun unterrichtete die Aushilfslehrerin Anna Stadler die bei-den unteren Jahrgänge. Friedrich Möller, ein Konrektor einer ausgebombten Münchner Schule, die dritte und vierte Klasse und Hauptlehrer Michael Ernst die fünfte bis achte Klasse. Die Dreiteilung war nun Wirklichkeit. Im Oktober trafen Volksdeutsche Flüchtlinge aus Ungarn und Schlesien ein. Sie wurden im Schulhaus einquartiert. Der Unterricht für die erste bis vierte Klasse fand jetzt in der Gaststube beim Postwirt Sebastian Strasser und für die fünfte bis achte Klasse im Tanzsaal beim Strasserwirt Franz Strasser statt. Der Schulbetrieb fiel in der Schlussphase des Krieges oft aus und wurde schließlich bis zum Sommer 1945 ganz eingestellt. |
| 1948 |
Lehrerin Maria Scholz kam als vierte Lehrkraft. Auch nach dem Krieg er-gaben sich denkbar schlechte Voraussetzungen für den Unterricht. Die Kinder waren unterernährt, Unterrichts- und Heizmaterial sowie Räume fehlten. |
| 1958 |
Am 1. April beschloss der Gemeinderat unter Bürgermeister Sebastian Kratzer den notwendigen Neubau der Schule. |
| 1960 |
Im September konnte das Haus unter Bürgermeister Ludwig Heimbeck ein-geweiht werden. Zwei neue Klassenzimmer, ein Lehrerzimmer, ein Lehr-mittelraum, sanitäre Anlagen und eine Schulküche waren entstanden. |
1961 bis 1979 |
Otto Hobmaier wurde Schulleiter, Hauptlehrer Michael Ernst geht nach 42 Dienstjahren, davon 31 Jahre in Eitting, in den Ruhestand. |
| 1965 |
Die Schulpflegschaft von Eittingermoos beantragt die Gründung einer Ver- bandsschule Eitting-Eittingermoos. Diese kam nie zustande. Die Schule in Eittingermoos wurde aufgelöst, die Kinder kamen nach Eitting. |
| 1966 |
Es kam zu dem Regierungsbeschluss, dass ab dem Schuljahr 1967/68 die Gadener Kinder an die Volksschule in Eitting gehen. |
| 1968 |
Der Gemeinderat unter Bürgermeister Leonhard Zollner beschloss den An-bau der Schule. Bei diesem Bauabschnitt wurde die alte Schule abgerissen und ein Erweiterungsbau mit sechs Klassenzimmern, einem Film- und Fernsehraum, einem Naturlehresaal, einem Lehrmittelzimmer und einem Lehrerzimmer entstand. Die Kosten betrugen 900.000 DM. |
| 1969 |
Nach einer Rechtsverordnung der Regierung umfasste der Sprengel der Volksschule Eitting das Gebiet der Gemeinde Eitting und aus dem Gebiet der damaligen Gemeinde Rudlfing die Orte Riegerau und Hirschau. In Eitting wurden nun die Schüler der 1. – 6. Jahrgangsstufe, in Erding die Schüler der 7. – 9. Jahrgangsstufe unterrichtet. |
| 1970 |
Im Februar konnte die neue Schule eingeweiht werden. |
| 1976 |
Neben der Schule wurde eine Turnhalle errichtet. Bisher hatte der Sportunterricht in einem kleinen Gymnastikraum im Keller stattgefunden. |
1979 bis 2003 |
Lorenz Adlberger wurde neuer Schulleiter, Otto Hobmaier Rektor in Hohenlinden. Schule und Gemeinde verabschiedeten ihn herzlich. Als zweiter Bürgermeister und als Leiter des Männergesangsvereines hatte er sich besondere Verdienste erworben. Zu Beginn der neunziger Jahre stiegen die Schülerzahlen. Immer wieder wurden Klassen in der Grundschule doppelzügig. |
| 1995 |
Da die Schule nun aus acht Klassen bestand, kam Adelgund Wiester als Verwaltungsangestellte. Es herrschte großer Platzmangel im Schulgebäude. In den letzten Jahren schwankten die Schülerzahlen. Auch die geplante sechsjährige Realschule wirft ihren Schatten voraus. Diese Situation macht die Planung der dringend notwendigen Schulhauserweiterung für Bürgermeister Oskar Vincenti und Gemeinderat sehr schwierig. |
| 1996 |
Nach langer Planungsphase begannen der Umbau und die Aufstockung des Südtraktes. |
| 1998 |
Im Schuljahr 1998/99 konnten eine Aula, zwei Klassenzimmer, ein Gruppenraum, ein großer Mehrzweckraum, ein neues Lehrerzimmer sowie Schulleiter- und Verwaltungsräume bezogen werden. Acht Klassen haben nun in dem großzügigen Schulhaus gut Platz. |
| 1999 |
Am 9. und 10. Juli fanden die Einweihung des Schulhausumbaues unter Bürgermeister Matthias Kammerbauer und der „Tag der offenen Tür“ statt. |
| 2003 |
Robert Leiter wurde neuer Schulleiter, Lorenz Adlberger geht nach 40 Dienstjahren, davon 24 Jahre in Eitting, in den wohlverdienten Ruhestand. Als Chorleiter des Männergesangsvereines blieb er aber Eitting noch er-halten. |
| 2005 |
Von den Gemeinden Eitting und Oberding wurde die Änderung des Schul-sprengels ab dem Schuljahr 2006/07 bei der Regierung beantragt. Ab diesem Schuljahr sollen die Kinder aus den Ortschaften Niederding und Aufkirchen aus der Gemeinde Oberding in die Grundschule Eitting gehen. Im Gegenzug soll die Teilhauptschule nach Oberding verlegt werden.
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| 2006 |
Paul Hilger wurde neuer Schulleiter, Robert Leiter Rektor in der Grund-schule Taufkirchen/Vils. In Eitting werden nun die Schüler der 1. – 4. Jahr-gangsstufe aus dem Gemeindegebiet Eitting, aus den Ortschaften Riegerau und Hirschau aus der Gemeinde Marzling und aus den Ortschaften Niederding und Aufkirchen aus der Gemeinde Oberding, in Oberding die Schüler der 5. – 9. Jahrgangs-stufe aus den Gemeindegebieten Oberding und Eitting unterrichtet. |
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Quellenangaben: Heimatliche Stoff- und Beispielsammlung, Schulchronik, Hans Niedermayer: „Eitting – Die Geschichte einer Landgemeinde“ |