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Gemeindearchivar: Georg Gruber
Geschichte der Ortschaft Notzing

Die Ortschaft Notzing ist uraltes Siedlungsland am Moosrain, nach Westen begrenzt mit der Dorfen und dem Rand der Moorfläche des Isarschwemmgebietes aus der Eiszeit. Der Lösbodenrücken über Aufkirchen zum Sempttal nach Osten bot beste Qualität für den Ackerbau und durch die Straße von Süden über Neuching, Inning, Notzing, nach Ding und Schwaig, waren eine Grundlage für die Anbindung an das Leben in frühester Zeit.

Bedingt durch die natürliche Grenze zum Moos nach Westen, bestand hier eine gewisse Polarisierung der Siedlungstätigkeit. Der Edelsitz und das Entstehen eines Wasserschlosses geschah nicht von ungefähr. Die gesamte Ortschaft war über Jahrhunderte von der Abhängigkeit der Schlossherrschaft und deren Rechten geprägt. Da die meisten Anwesen grundherrlich Untertanen der Herrschaft waren, bildeten sich überwiegend nur kleine Anwesen, die ihre Leistung und Abgaben unmittelbar entrichten konnten. Etwa so wie in Oberding und im Gegensatz zu Aufkirchen und Niederding, die durch über das Land verstreute Grundherrschaften eine gewisse Größe und Autonomie benötigten.

Einzelfunde wie eine Bronzenadel und ein Bronzemesser sowie ein Hügelgrab sind Siedlungsspuren, die auf eine Zeit bis 2000 Jahre v. Chr. Zurückweisen.

Auch die erschlossene Römerstraße am Moosrain entlang brachte der Urbevölkerung schon Kontakt mit der weiten Welt. Jüngste Funde von römischen Münzen und Fibeln von römischen Soldaten zeugen davon. Auch der ...ing Ortsname gibt den Hinweis, dass sich der Orts um das 8. Jahrhundert ausgebildet hat. Das werdende Herzogtum Bayern nutzte die Wege und Straßen der Römer besonders für den Salztransport. Der herzogliche Urbarshof Salzl ist der Beweis für diese Annahme.

An das fassbare Licht der Öffentlichkeit tritt Notzing unter dem Bischof Abraham von Freising in der Zeit vom Jahre 981 bis 994, als in einer Urkunde ein Odalrih de Nozingun als Zeuge erwähnt wird. Ab dieser Zeit werden in den Annalen die Nennungen von Notzing immer häufiger.

Sehr interessant ist auch das Kirchenpatrozinium St. Nikolaus sowie die Nebenpatrone des Hl. Ulrich und St. Wolfgang. Zum Ende des 10. Jahrhunderts regierte Kaiser Otto II (973-983) dessen Frau Theophanu eine byzantinische Prinzessin war. Sie förderte auch die Verehrung des Hl. Nikolaus. Auch der hl. Ulrich wirkte in dieser Zeit, 923-973, als Bischof von Augsburg, der durch den Sieg über die Ungarn (955) großes Ansehen genoss. Der hl. Wolfgang, Bischof von Regensburg, 972-994, zog in dieser Zeit durch unser Land und gründete viele Kirchen. In diesen Personen und Ereignissen dürften auch die Anfänge der Ortschaft Notzing als größere, gefestigte Siedlung liegen.

In den Folgejahren erscheinen dann die jeweiligen Schlossherrschaften kontinuierlich in den Urkunden. Auch der Ausbau und die Festigung der Herrschaft wuchs beständig. Darunter waren u.a. die Familien der Schrenk, Rosenbusch, Segesser, und nicht zuletzt zwei Generationen der Freiherrn von Washington. Einige führten in ihrem Familiennamen  .... von Notzing.

Durch die Lage am Rande des Erdinger Mooses, war die Siedlungsmöglichkeit nach Westen begrenzt. Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Mooserschließung vorangetrieben. Es entstanden die Pointen und dann die Einfänge. Dabei stellte es sich heraus, dass auf diesen Einfängen das Weißkraut gut gedeiht. Der Anbau dieser Frucht wurde kultiviert und ist bis heute ein Wirtschaftsfaktor. Allerdings ist seit den 60er Jahren die fabrikmäßige Verwertung dem Verkauf als Marktkraut gewichen. Auch der Speisekartoffelanbau verbreitet sich stark. Besonders aber auch der Torfabbau im Moos seit der Mitte des 19. Jahrhunderts brachte für die Bevölkerung Erleichterung und einen bescheidenen Wohlstand.

Wie sich das Bild innerhalb der Ortschaft gewandelt hat, zeig ein Blick auf alte Flurkarten. Notzing hat den Charakter eines Haufendorfes nie verloren. Lediglich an den Ortsrändern wuchsen Wohnhäuser und kleine Siedlungen.

Wirtschaftlich hat Notzing zwei Mühlen aufzuweisen. Die Schlossmühle und die Brunnermühle, oder Die Mühle zwischen den Dörfern, wie sie Jahrhunderte lang genannt wurde. Mit dem Bau des Wasserkraftwerkes Aufkirchen, das auf Notzinger Gemeindegrund lag, war auch über Jahrzehnte eine wirtschaftliche Basis geschaffen.

Vor Mühen und Drangsalen blieb auch Notzing nicht verschont. Abgaben und Heeresleistungen waren an der Tagesordnung.

Von den 59 Kriegsteilnehmern des ersten Weltkriegs, 1914-18, sind 19 Männer gefallen. Im zweiten Weltkrieg, 1939-1945 sind allein aus Notzing 26 gefallene und 14 vermisste Soldaten zu beklagen.

Mit dem Bau des Kindergartens und des Bürgerhauses in jüngster Zeit, sind auch für Notzing infrastrukturelle Veränderungen eingetreten, die der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen. Hier finden die Vereine ebenso eine Unterkunft wie die Kinder und Erwachsenen.




 

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