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Gemeindearchivar: Georg Gruber
Geschichte der Moosortschaften

Ortschaften: Notzingermoos, Oberdingermoos und Schwaigermoos
Die Moosorte der Gemeinde Oberding sind relativ zu den übrigen Dörfern der Gemeinde noch junge Ortsteile. Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts begann die Kultivierung des Isar-, bzw. Erdinger Mooses. Bis dahin war das Moos zwischen der Isar im Westen und dem Moosrain im Osten eine unwirtliche Gegend. Dort befanden sich Viehweiden und Streuwiesen.

Eine handgezeichnete Karte von einem Rechtsstreit aus dem Jahre 1614 zeigt Weideansprüche aus vielen Dörfern im Osten des Mooses, wie Grünbach, Bockhorn, Echinge Kempfing, Notzing, Aufkirchen, Klettham, Niederding, usw.
Aus diesen Weideansprüchen bildeten sich die Schwaigen, die Viehhöfe. Die Erkenntnis dann, den Torf, der in weiten Gebieten des Mooses im Boden lagert, als Brennmaterial zu nutzen, brachte dann zum Ende des 18., besonders aber zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Trockenlegung und Kultivierung des Mooses. Nach den Pointen, den Krautäckern und den Einfängen mit den Heuwiesen wurden die Torfwiesen erschlossen. Die Kultivierung und Trockenlegung dauerte bis Mitte des vorigen Jahrhunderts und ermöglichte auch den Kraut-, Tee-, Kartoffel- und Gemüseanbau. Besonders der Anbau von Pfefferminztee im Moos war für einige Zeit um- und nach dem zwei Weltkrieg eine erträgliche Einnahmequelle.

Entgegen der offiziellen Nennung der Ortsnamen, liegen die Gründungen der Schwaigen wesentlich weiter zurück. Dabei gibt es eine Vielzahl von Schwaigen auf Gemeindegebiet. Die meisten sind Außenhöfe von Brauereien, die dann den Torf für ihre Sudkessel als Brennmaterial nutzten.

Analog zur Kultivierung geschah auch die Besiedelung. Es entstanden zusätzliche Ansiedlungen und viele Saisonarbeiter machten sich mit ihren Familien sesshaft. Besonders Schwaigermoos und Notzingermoos nahmen neben der Streusiedlung Oberdingermoos größere Formen an. Schwaigermoos vergrößerte sich hauptsächlich nach dem zweiten Weltkrieg und in Notzingermoos entstand durch die Ansiedlung von Franzheimer Bürgern, die dem Flughafen weichen mussten, eine größerer Ort.

Bei den Schwaigen, die über das Moos verteilt sind, begegnen wir z. B. der Klösterlschwaige, Haggenmüllerschwaige, Trindlschwaige, Wildschwaige, Daurerschwaige, Elefantenschwaige, Ferstlschwaige und Sporerschwaige. Nun bedeckt der Großflughafen München einen beträchtlichen Teil des Mooses. Im Zuge des Flughafenbaues siedelten auch viele Moosbewohner ab und gaben ihre Anwesen auf.

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